Erfahrungen
Mit dem Beginn des "Schatten-Projektes" 1988, hat sich für mich ein Tor geöffnet um in einen Raum einzutreten der voller Herausforderungen auf mich gewartet hat.
Ich durfte, konnte und musste ein Medium kennenlernen, dass ich völlig unterschätzt habe. Im Vordergrund war vorerst die spielerische Form um das Medium näher kennen zu lernen. In Folge entwickelte sich aber auch ein tieferer Zugang und bald wurde mir klar: " Schatten ist nicht gleich Schatten".
Der experimentelle Rahmen und die hohen Ansprüche mit "den Schatten" zu arbeiten, bedeutet ihnen auch zu begegnen und das in unterschiedlichster Art und Weise.
Wie schon erwähnt begann ich mit Schattengruppen in Theaterform, die ich in Wochenend-Gruppen zu bestimmten Themen mit den TeilnehmerInnen gestalten durfte. Wobei auch hier bereits die Tiefen der Begegnungen erfassbar und spürbar wurden. Letztendlich begnügten wir uns eher auf der Oberfläche Erlebtes zu reflektieren, da ich als Gruppenleiter noch zu wenig Erfahrung bezüglich Selbsterfahrung und Reflektion anbieten konnte, aber eine begleitende Supervisionsgruppe sicherte alle Abläufe professionell ab.
In laufe der Zeit begann ich mich auf mein tägliches Umfeld und deren Schattenseiten zu sensibilisieren. Nicht mehr der geworfene (physikalisch) Schatten waren das Thema, sondern die Schatten der gelebten Umwelt und deren Auswirkungen. Wie bestimmt der persönliche Schatten unsere Alltagshandlungen und wie wirkt der Schatten auf meine Umwelt ohne, dass ich diesen Umstand an mir selbst und den anderen erkennen kann.
Welche Schattenräume gibt es, welche Rollen und Masken trage ich und auch die anderen in diesen "Schatten-Welten?" Sehr intensive Fragen und damit auch einhergehender Selbsterfahrung. Einmal durch dieses Tor geschritten, kein zurück es beginnt ein Prozess der sehr viel abverlangt, an Mut und Vertrauen, vor allem zu sich selbst.
Ich konzentrierte mich auf meine Schatten-Welt, konzentrierte mich auf mein Umfeld und deren Schatten-Welt und besonders auf tiefe persönliche Selbsterfahrungsabläufe die ich eigentlich auch herausgefordert habe.
Parallel dazu absolvierte ich eine psychotherapeutische Ausbildung (Psychoanalytische Psychotherapie) und konnte mich dadurch in dieser Materie festigen. Laufende Projekte in Kunst, Kultur und Selbsterfahrung-Gruppen erweiterten meinen Themenhorizont den ich immer noch laufend zu vervollständigen beabsichtige.
Aus den gesamten Erfahrungen, persönlich und beruflich habe ich auch die Rolle des "Schatten-Mentors" entwickeln können. In dieser Funktion begleite ich Privatpersonen aber auch Unternehmen die über ihre persönlichen und beruflichen Abläufe ein gezieltes Feedback erhalten wollen. Weitere Details unter: www.schattenmentor.at
Im Rahmen von schattenraum.at biete ich nun außer Kunst- und Kulturprojekte auch Selbsterfahrungs- WE an, eben "Schattenarbeit", sowie Einzelstunden in freier Praxis als "Schatten-Mentor" und "analytisch orientierter Psychotherapeut".
Sollten Sie Interesse an einer Begegnung mit Ihren Schatten haben, dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf um ein Erstgespräch zu vereinbaren.
Letztendlich folgende Gedanken: Der "Schatten" nach C.G. Jung ist die Summe all jener Persönlichkeitsanteile, die wir nicht in unser bewusstes Ich-Bild integrieren wollen oder können. Er enthält sowohl negative Aspekte wie verdrängte Wut oder Angst als auch positive, aber unbewusste Potenziale, Talente oder kreative Impulse. Die Auseinandersetzung mit dem Schatten, die sogenannte Schattenarbeit, ist ein zentraler Schritt in Jungs Weg zur psychischen Ganzheit (Individuation).