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Der "Schatten" nach C.G. Jung ist die Summe all jener Persönlichkeitsanteile, die wir nicht in unser bewusstes Ich-Bild integrieren wollen oder können. Er enthält sowohl negative Aspekte wie verdrängte Wut oder Angst als auch positive, aber unbewusste Potenziale, Talente oder kreative Impulse. Die Auseinandersetzung mit dem Schatten, die sogenannte Schattenarbeit, ist ein zentraler Schritt in Jungs Weg zur psychischen Ganzheit (Individuation).
Eigenschaften des Schattens
- Verdrängung: Der Schatten besteht aus Persönlichkeitszügen, die wir aufgrund sozialer Normen, Erziehung oder eigener Ablehnung ins Unbewusste verdrängen.
- Projektion: Diese verdrängten Anteile projizieren wir oft unbewusst auf andere, wodurch wir sie in anderen Personen verurteilen oder ablehnen, ohne uns selbst die Eigenschaft einzugestehen.
Schattenarbeit und Individuation
- Bewusstwerdung: Der erste Schritt ist, sich dieser Schattenanteile bewusst zu werden. Das ist oft ein schmerzhafter, aber notwendiger Prozess.
- Integration: Die Integration bedeutet, die Schattenaspekte nicht zu eliminieren, sondern sie zu verstehen, zu akzeptieren und in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren.
- Ganzheit: Indem wir uns unseren Schattenseiten stellen, können wir ein vollständigeres und authentischeres Selbstbild entwickeln. Jungs Ziel war nicht die Perfektion, sondern die Ganzheit.


